Im Wald erwachen

Meine kleine Reise führt in einen kleinen Laubwald mit vielen jungen Buchen. Das Blätterwerk im Obergeschoss der Buchen überdeckt im Spätfrühling bereits den Waldboden mit seinem satten Grün. Zwischen den Buchen finden sich immer wieder vereinzelt Ahorn und große Kiefern, die das Baumgefüge sichtbar auflockern. Der Boden ist überseht mit verwelktem Laub und vielerlei Ästen. Mittendrin die üblichen Waldbewohner angefangen von Ameisen, Käfern und Larven, bis hin zu Buntspecht und kleinen Busarden. Die filigranen, aber mastdicken Buchenstämme stehen wie im Bilderbuch in den Himmel und ihre glatte Rinde fühlt sich wie eine zarte Haut an.
Der Wald liegt an einem steilen Hang, sodass man weiter oben die Kraft des Windes leicht wahrnimmt, wie er die weiter unten liegenden Baumkronen sich biegen lässt. Trotz des Windes und leichten Regens fühlt sich der Wald warm an und bietet einen heimeligen Schutz. Darin erwache ich morgens, leicht geschützt durch eine Laubhütte, als das erste Morgenlicht alles schimmergrau erleuchten lässt. Fast vom Schrecken eines vorbeistreifenden Rehbocks aufgeweckt, genieße ich den Morgen inmitten der Buchen, deren Stämme eine intensive Ruhe ausstrahlen, hochschauend in die Baumkronen von meinem Lagerplatz am Boden. Bis die ersten Vögel ihre leisen Gesänge von sich geben, vergehen noch einige Minuten und ich genieße das Im-Wald-Erwachen als unvergessliches Lebensmoment.

Laubwald-Schrägdach

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