Am Fluß – Rio Guadiana


Vor langer Zeit bauten die Mauren in Mertola eine Burg, bis vor einigen Jahrzehnten gab es noch ein Dampfschiff Richtung Küste.

Heute können die Kinder bei Ebbe Burgen aus Sand am Ufer des Flusses Guadiana bauen und statt der Schiffe gibt es Kayaks und kleine Boote. Der Fluß fließt so ruhig, daß auch Kinder leicht mitpaddeln können.

Im Wasser schwimmen Fische, am Ufer leben Wasservögel. Auch Schildkröten und Echsen kann man entdecken.

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Marrakesch für Kinder

Für Kinder ist Marrakesch ein kleines Abenteuer. Vom Anflug, bei dem man die schneebedeckten Berge des Hohen Atlas sieht und nach der Landung vom Flugzeug auf dem Rollfeld zum Flughafen laufen kann, über die verwinkelten Gässchen  der Medina, in denen die Bewohner interessanten Tätigkeiten nachgehen und es leckere Sachen zu essen gibt, bis hin zum Riad mit seinem Tauchbecken und Vögeln im Innenhof.

Drinnen

Im Inneren des Riad ist es still und kühl. Nur der Ruf des Muezzin dringt über den oben offenen Innenhof herein. Über enge Treppen erreicht man sein Zimmer oder die Dachterrasse. Von dort geht der Blick über die Dächer der Medina und dort wird auch das Frühstück im Sonnenschein serviert. Unten im Innenhof können die Kinder mit den Füßen im Wasser plantschen und kleine Vögel beobachten, die die Früchte der Bäume picken.

Draußen

Öffnet man die Tür, könnte der Gegensatz kaum größer sein. Es ist warm, laut und belebt. Menschen in traditioneller Kleidung eilen vorbei, führen Eselsgespanne oder rasen mit dem Motorrad durch die verwinkelten Gässchen. Weiter in Richtung der Suks sieht man mehr und mehr Handwerker und Ladenbesitzer bei der Arbeit. Hausfrauen und Angestellte tragen ihre Einkäufe nach Hause.

Besonders die Handwerker sind für Kinder interessant, da sie auf niedrigen Schemeln im Türrahmen sitzen und drechseln, Körbe flechten, Wolle zum Trocknen aufhängen, Nüsse knacken oder Elektrogeräte reparieren.

Der Höhepunkt der Altstadt ist der Djeema el Fna. Ein riesiger Platz, auf dem Köche, Gaukler, Musiker, Schlangenbeschwörer, Hennakünstler und Zahnärzte ihre Künste vorführen. Am frühen Abend ist besonders viel los. Haben die Kinder genug von dem Trubel, locken die umliegenden Restaurants mit Logenplätzen auf der Dachterrasse. Dort gibt es leckere marokkanische Gerichte, aber notfalls auch Pommes und Pizza. Der Durst wird mit frischgepreßten Säften gelöscht.

Am Ende eines erlebnisreichen Tages macht es den Kindern viel Spaß, durch die Gässchen zu flitzen und den Weg zurück zum Riad zu finden. In Marrakesch kann man es den Einheimischen gleichtun und die kürzeren Wege zu Fuß zurücklegen. Es gibt aber auch viele Busse und Pferdekutschen. Taxifahrer und Fremdenführer bieten ihre Dienste an.

Der einzige Spielplatz, den wir gefunden haben, war der im Reiseführer erwähnte im Harti-Park im Ville Nouvelle. Allerdings waren die Spielgeräte bis auf zwei riesige Betonsaurier abgebaut. Der Cyberpark, der von der Koutoubia-Moschee aus gesehen auf dem Weg liegt, bietet schöne, schattige Wege zwischen grünen Pflanzen, sowie einen Brunnen und kostenloses WiFi.

Essen

Das Essen in Marrakesch ist sehr lecker. Das Frühstück im Riad ist reichhaltig. Es gibt Brot, Pfannkuchen, Omelette, Feigenmarmelade, Früchte, frischgepreßten Säfte und Minztee oder Kakao. Falls man mittags trotzdem Hunger bekommt, kann man kleine Snacks am Straßenrand kaufen oder einen frischgepreßten Saft trinken. Abends gibt es Tajine oder Couscous mit Brot und Oliven. Die Eintöpfe gibt mit Huhn, Lamm oder vegetarisch. Als Gemüse gibt es im Frühling Kartoffeln, Karotten, Zucchini, Aubergine und Kohlrabi. Das Essen ist mit Kreuzkümmel und Ähnlichem gewürzt, enthält aber nur manchmal scharfe Zutaten wie Chili oder Pfeffer. Die frisch zubereiteten Gerichte auf dem Djeema Eltern Fna werden wir bei unserem nächsten Besuch probieren. Der hygienische Standard entspricht nicht dem europäischen. Gläser, Geschirr und Besteck der Straßenstände werden nur mit kaltem Wasser abgespült. Zutaten, auch Fleisch, werden nicht gekühlt. Es empfiehlt sich, mitgebrachtes Besteck oder Brot zum Essen zu verwenden und vor jedem Essen gründlich die Hände zu säubern. In jedem Restaurant gibt es Waschbecken. Ansonsten gilt die Regel „Cook it, peel it or forget it“. Frisches Obst gibt es vor allem in Saftform. Gebäck ist sehr süß und klebrig.

Kinder

Marrakeschs Kinder haben wir nur flüchtig im Vorbeilaufen gesehen, da es, wie schon erwähnt,  keine Spielplätze gibt und die Riads eher von Ausländern als von Familien geführt werden. Abends gehen viele Kinder mit ihren Eltern auf den Djeema el Fna.