Parque Natural de Sintra-Cascais

Der Naturpark verläuft über 30 km entlang der Küste im Westen von Lissabon. Darin befindet sich die riesige Burgruine der Mauren in Sintra inmitten der Felsen, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Und entlang der Küste haben wir auch die Strände um Guincho mit steil abfallenden Klippen und gut geschützten Dünen im Hintergrund besucht.

Wandern im Parque Natural do Vale do Guadiana

Der Naturpark liegt nördlich von Vila Real de Santo Antonio im Alentejo Gebiet. Inmitten des 70k Hektar großen Naturparks liegt der Fluss Rio Guadiana, der sich malerisch zwischen Hügeln und tiefen Tälern entlang schlängelt und regelmäßig durch Tiden oder Regen überflutet wird. Daher kommt die üppige Flora an den Flussufern, die das Habitat vieler Reptilien und Wasservögel bietet. Auf dem Rio Guadiana kann man auch wunderbar Kanu oder Kajak fahren, um die Schönheit der Landschaft vom Wasser aus zu bestaunen. (Wir haben das tagszuvor gemacht und berichten dann noch darüber.)

Im Naturpark gibt es insgesamt neun ausgewiesene Wanderwege – Percursos oder kurz PR genannt -, die zum Teil relativ lange und abseits sind. Wir sind heute den ersten dieser Wege PR1 gegangen, der sehr nahe Mertolas, dem Herzen des Naturparks, beginnt. Entlang des Wanderwegs hat man immer wieder einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss, die Flussufer und das Tal gen Süden. Und die üppige Vegetation lädt ebenso immer zum Anhalten und Bewundern ein. Wir haben das sehr genossen!

Trinkwasser aus der Natur

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April 2015: Wir verbringen ein paar Tage in der Wüste Wadi Rum in unserem Urlaub in Jordanien. Die Stein- und Felswüste liegt im Südosten des Landes – geradewegs Richtung Saudi-Arabien. Wir haben einige Vorräte dabei, schließlich sind wir mit Kindern unterwegs, und achten vor allem darauf, nochmals einige Wasserflaschen zusätzlich einzukaufen, bevor wir in die Wüste starten. Wir bleiben insgesamt drei Tage dort und haben beim Start ca. 8 Liter Trinkwasser dabei, außerdem können wir noch ein, zwei PET-Wasserflaschen bei Beduinen im Camp kaufen.
Unser Wüsten-Trek inklusive Kamelreiten und Schluchtenwandern zwischen Felsen und Sanddünen wird wundervoll, mit bleibenden Eindrücken – auch die Nächte im Beduinen-Camp!
Mit unseren Aktivitäten gehen allerdings auch unsere Wasservorräte zuneige, sodass ich am Nachmittag des zweiten Tages beginne, Wasser aus dem offenen Wassercontainer abzufüllen, der in der Nähe des Camps etwas weiter oben steht. Das Wasser sieht prinzipiell klar aus. Ich nehme an, dass es Regenwasser vom letzten Winter ist und schon eine Weile im Container steht. Da es keine sichtbare Trübung oder Färbung hat, habe ich beschlossen, dass ich es trinken werde, um unsere Trinkwasser-Vorräte zugunsten der Kinder zu schonen. Aber nicht bevor ich es mithilfe von SODIS, also dem natürlichen UV-Licht der Sonne, behandelt habe! Das erscheint mir die einzige und (leicht) machbare Aufbereitungsmethode vorort in der Wüste für uns zu sein.

Ich fülle daher etwa je einen Liter in eine 1.5l-PET-Flasche, die von außen völlig unbeschadet ist und von der ich alle Aufkleber entfernt habe. Die Flasche schüttle ich noch kräftig und lege sie dann für ca. 6 Stunden in die pralle Sonne. Zwischendurch schüttle ich sie immer mal wieder durch. Und danach trinke ich es – ohne Probleme.

SODIS-Wueste

März 2017: Ich freue mich auf ein Seminar, oder besser Fachkurs, bei dem es um die Trinkwasseraufbereitung auf Reisen oder Expeditionen geht. Seit der Begebenheit in Jordanien habe ich noch ein paar Sachen bzgl. Trinkwasser hinzugelernt, allerdings nur theoretisch. Daher freue ich mich, nun mein Wissen anzuwenden bzw. zu erweitern bei einem entsprechenden Training draußen.

Klar ist: Ausreichend Wasser ist Voraussetzung für einen gut funktionierenden Körper. Aber es ist allzu oft mit Keimen und anderen Organismen durchsetzt. Durch den Menschen kommen noch Chemikalien und Abfälle hinzu. Also obwohl die Wasserqualität in Deutschland mittlerweile wieder recht gut ist, kann man, was Trinkwasser aus der Natur angeht, (zunächst) Fehlanzeige erleben. Daher geht es in unserem Kurs nach der Einleitung und der Thematik, was überhaupt Trinkwasser ist und was auch darin sein kann, zunächst ans Bestimmen verschiedener Wasserproben aus der Natur.

Wir schauen uns Teichwasser und Feldgrabenwasser an. Und riechen an Wasser mit richtig viel Dreck oder Wasser, in dem Tierreste (ein Fuchspfote) vorhanden sind. Die Frage dabei ist: Würde ich das Wasser trinken? Oder welche möglichen Schadstoffe könnten darin sein? – Gar nicht so leicht…

Danach gilt es, zunächst den gröbsten Dreck und Schwebstoffe irgendwie aus dem Wasser zu bekommen. Wir  experimentieren mit natürlichen Materialien, um einen Sediment-Wasserfilter zu improvisieren und können ganz passable Ergebnisse vorweisen. Überhaupt ist das „Experimentieren“ in dem Kurs das, was am meisten Spaß macht! Ausprobieren, Bauen, Improvisieren und irgendwie zu etwas Trinkwasser kommen, das macht Spaß und „trainiert“ für den Ernst- oder Reisefall.

Auch das Entsalzen von Meerwasser üben wir, um mit verschiedenen Materialien eine improvisierte Destille bauen zu können und so wenigsten ein Schnapsglas Trinkwasser aus Meerwasser zu bekommen. Ein paar Eindrücke von den erfinderischen und improvisierten Destillationen könnt ihr unten begutachten. Wir waren selbst erstaunt, was man alles mit ein paar Tüten oder einer Rettungsdecke bauen kann!

Wer Lust bekommen hat, das ganze selbst auszuprobieren, oder wer lernen will, wie und wo man Trinkwasser aus der Natur herbekommt, kann sich hier weiter informieren.

Was du draußen alles brauchen kannst?

Wir waren am Wochenende mit den Kindern draußen und haben gepicknickt. Allerdings war es sehr frisch draußen und vorher hat es noch geregnet. Da war es ganz natürlich, ein (kleines) Feuer zu machen, um es zum einen als Wärmequelle zu verwenden. – Und zum anderen darauf ein paar Würstchen zu braten und Brötchen zu backen.
Für die Kinder ist das das Wichtigste, besonders wenn draußen die Temperaturen in den einstelligen Bereich gehen.

Für so ein zweistündiges Picknick in der Natur braucht man nicht viele Utensilien. Ein Messer und eine Säge, um Holz zu machen. Eine (isolierende) Unterlage, um sich setzen zu können. Wasser aus der Flasche zum Teekochen. Und noch ein feuerfestes Gefäß oder Feuerkorb bzw. -schale, um darin ein kleines Lagerfeuer zu entzünden. Mehr nicht!

Bei uns sah das am vergangenen Samstag so aus:

Als Feuerkorb benutzten wir eine neue Bushbox XL, die wie ein Hobo-Ofen zum Feuermachen dient. Darauf kann man auch wunderbar grillen.

Wer an mehr Utensilien und deren Verwendung fürs Draußensein oder Bushcraften in der Natur interessiert ist, kann hier einen aktuellen Blog-Artikel von Paul Kirtley – einem sehr erfahrenen Outdoor-Trainer – lesen.

Wildnisfest 2016

Am vergangenen Wochenende waren wir im Haustadter Tal am Rand des Naturparks Saar-Hunsrück und haben zusammen mit Saarvival das Wildnisfest gefeiert. Dazu war die ganze Familie zum Tagesseminar inklusive Übernachtung eingeladen. Außer uns waren noch andere naturbegeisterte Familien da, sodass es unseren Kindern nicht langweilig wurde. Und wir haben wieder jede Menge Spaß beim Ausprobieren in der Natur erlebt. Seht einfach die Bilder-Galerie durch, um ein paar Ideen zu bekommen.

Im Wald und mit dem Wald leben

Was braucht man eigentlich, um draußen im Wald zu leben? Und wie fühlt sich eigentlich Wald an, wenn man drei Tage komplett dort verbringt? Eins kann ich dazu schon mal sagen: man nimmt ihn danach ganz anders wahr!

Aber der Reihe nach: Wir waren von Freitag bis Sonntag am letzten Wochenende beim Wildnistraining von saarvival.de und haben uns mit den Grundlagen des (Über-)Lebens im Wald beschäftigt. Das macht wirklich viel Spaß!
Dabei ging es um die klassischen Themen, sich eine Unterkunft zu bauen, Feuer zu machen, Wasser zu besorgen und abzukochen, und um Nahrung. Außerdem ging es um Wahrnehmung im Wald.

Was braucht man nun im Wald? Nun, als Unterkunft haben wir uns ums Camp einfach mit Tarps oder Hängematten ein einfaches Lager gebaut. Diese haben uns vor dem starken Regen am letzten Wochenende prima geschützt.

Dann haben wir geübt, wie man mit natürlichen Ressourcen ein Lagerfeuer entzündet – mit einem einfachen Streichholz. Kein Grillanzünder, kein Feuerzeug, kein Gaskocher!
Einfach trockenes Reisig und etwas Birkenrinde wirken Wunder… Ein Feuer ist nützlich und wichtig, wenn man draußen überleben will. Es wärmt, hebt die Stimmung und man kann sich damit etwas kochen.

Wasser braucht man auch zum Überleben, das weiß jeder! Uns fiel es am Wochenende reichlich auf den Kopf… Frisch gesammeltes Regenwasser kann man als Trinkwasser gut nutzen, wenn man es etwas mit Mineralien anreichert. Ansonsten haben wir eine einfache Quelle im Wald gefunden, von der wir Wasser abkochen konnten. Aber natürlich hatten wir auch Wasserkanister mit im Camp.

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Essen bzw. Nahrung bräuchte man eigentlich nicht:-) Zumindest der Theorie nach, denn ein durchschnittlicher Mensch hält es etwa drei Wochen ohne Essen aus. Da sollten drei Tage eigentlich kein Problem sein… Wir hatten aber trotzdem reichlich zu essen dabei und haben es genossen!

Und dann war noch die Wahrnehmung des Waldes, z.B. barfuß im Fuchsgang, und verschiedene Tätigkeiten im Wald. Auch hierzu einige Impressionen.

Zum Schluss waren wir uns alle einig: Wald fühlt sich wunderbar an und Leben im Wald kann uns sehr positiv verändern!

Was wäre Draußensein ohne Feuermachen?

www.einfach-feuer.de

Für Kinder ist es ein Abenteuer, auszuprobieren wie Feuermachen geht!

Wer erst mal üben will, wie Feuermachen mit Zündhölzern geht, lässt die Kinder zum Beispiel ein Teelicht anzünden und zeigt, wie das Zündholz gehalten wird – waagerecht und nicht senkrecht.
Auch eine Flamme durch die wärmende Nähe spüren hilft, dass Kinder die Hitze und Gefahr ahnen. Wenn die Kinder damit vertraut sind, geht es ans Feuermachen bzw. Üben, ein kleines Feuer zu machen: Dazu wird ein windgeschützter Platz mit einer nicht brennbare Unterlage ausgesucht oder eine bereits eingerichtete Feuerstelle gewählt. Am besten schützt man sich und das Feuer noch mit einem kleinen Steinwall und hat zur Sicherheit ein Löschmittel, z.B. einen Eimer Wasser, nebendran.
Dann geht es mit den Kindern zunächst auf Zundersuche und man baut danach das kleine Lagerfeuer entweder in Indianerzelt- oder Kaminform auf. Wichtig dabei ist, dass genug Luft an das Feuer kann.
Ist das Zundermaterial angezündet, wird vorsichtig gepustet, um das Feuer richtig zu entfachen. Beginnt es dann mit größeren Flammen zu brennen, werden noch weitere Stöcke und größere Äste angelegt. Fertig.

Für alle Interessierten hier der Link zu einfach-feuer.de.