Waschen im Wald und in der Natur

Waschen und Baden im Wald sollte niemals mit chemischen Produkten wie Shampoo, Spüli oder Waschpulver stattfinden. Das schadet Tieren und Pflanzen sehr. Als Pilger und Waldläufer wollen wir die Kräuter, Gemüse und Früchte des Waldes essen. Moderne chemische Produkte würden somit auch unserer Gesundheit schaden und auf Dauer Allergien und Krebs verursachen. . Die Aktion […]

über Waschen im Wald und in der Natur — pilgerinkati

Tierische Notnahrung

Wer in Krisensituationen, auf Reisen oder vielleicht im Notfall auf tierische Nahrung zurückgreifen muss, sollte die Grundlagen des Tierfangs, des Tötens sowie das korrekte Zubereiten kennen und beherrschen. Ansonsten drohen Verletzungen und Krankheiten, die man auf jeden Fall vermeiden sollte, wenn man abseits einer guten medizinischen Versorgung unterwegs ist.
Und auch im zivilisierten Umfeld ist es wichtig, sich ohne Risiko mit tierischen Lebensmitteln zu ernähren – egal wo auf der Welt.
Einige dieser Aspekte konnte ich bei einem Kurs von Joe Vogel in Karlsruhe lernen. Hier nun einige Bilder mit entsprechend längeren Bild-Beschriftungen dazu.

Und hier der Link zum Kurs bzw. zur genaueren Kursbeschreibung für Interessierte!

Wasseraufbereitung draußen

Im Juni traf ich mich wieder mit Gernot (unser Autor natuerlichebewegung), um in Eigenregie das Aufbereiten von Trinkwasser zu üben. Wir beide haben dies bereits auf einem entsprechenden Survival-Kurs geübt und kennen die verschiedenen Methoden dafür. Wir wollten es einfach selbst ausprobieren, ob wir es schaffen, ein x-beliebiges dreckiges Wasser so aufzureinigen, dass wir es trinken können. Auch Silas war mit von der Partie und hat uns tatkräftig geholfen.

Wir haben eine schöne Stelle an einem wirklich sehr dreckigen Teich ausgesucht, um die möglichen Aufbereitungsmethoden zu üben. Zunächst haben wir einen Sedimentfilter gebaut, um selbiges zu üben und auch um zu sehen, wie gut so ein einfaches Konstrukt eigentlich so ein schlechtes Wasser reinigen kann.
Uns war dabei von Anfang an bewusst, dass diese Filtermethode niemals ausreichen würde, das Wasser trinkfähig zu machen. In dem Teichwasser sind sicher jede Menge Bakterien und andere organische Stoffe vom Kot-Eintrag der vielen Wasservögel dort. Als nächstes haben wir daher eine Destille gebaut bzw. improvisiert, denn wir hatten wirklich keine technischen Hilfsmittel dabei (außer die Bushbox zum Feuermachen und ein Metallrohr), um irgendetwas Ordentliches zu bauen. Wir haben daher versucht, aus Bambus eine Destille zu improvisieren und haben tatsächlich ein paar Tropfen Destillatwasser da raus bekommen. Dann war aber Schluss! Und uns ist die Destille sozusagen „abgeraucht“.

Als nächstes haben wir Micropur Forte Tabletten ausprobiert – allerdings an sauberem Trinkwasser – um zu erfahren, wie das eigentlich schmeckt. Das Wasser konnten wir dann nach ca. 30 min trinken und es hat entgegen unserer Erwartung gar nicht nach Chlor geschmeckt. Wir haben da hoffentlich nichts falsch gemacht…!
Am Ende haben wir auch noch eine Destille aus PET-Flaschen ausprobiert. Das sieht man ja sooft auf Bildern von Bushcraft- oder Survival-Experten. Aber leider hat das auch nicht geklappt, weil uns die untere PET-Flasche dahingeschmolzen ist, bevor wir genug Kondenswasser in der oberen Flasche sammeln konnten.

Nach insgesamt fünf Stunden des Probierens und Experimentierens haben wir uns eingestehen müssen, dass es wirklich sehr schwierig ist, draußen so einfach mal Trinkwasser herzustellen – auch wenn genug Rohwasser da ist!
Wir werden uns also nochmals treffen… Übung macht bekanntlich den Meister.

Feuerbohren. Es hat funktioniert

Am 6. Mai traf ich mich mit naturpfad, um in die Technik des Feuerbohrens eingeweiht zu werden. Den Nachmittag verbrachten wir damit, das Feuerbohrset zusammenzustellen, Materialien zu besprechen und vor allem die richtige Technik zu üben. Dabei wurden mir wertvolle Tipps vermittelt. Ich wäre beispielsweise nie auf die Idee gekommen, Gras als Schmiermittel zwischen Spindel und Druckstück einzusetzen.

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Leider klappte es an diesem Nachmittag nicht mit dem eigenem Feuer. Entweder entstand keine Glut oder sie fiel mir beim Umsetzen in das Zundernest auseinander. Es war immer haarscharf vor der Flamme. Trotzdem fuhr ich am Abend mit eigenem Bohrset aus Schnur, Spindel, Bohrbrett und Druckstück sowie wertvollen Tipps und Kniffen nach Hause. Zwei Wochen später fand ich die Zeit, an einer lokalen Feuerstelle die vermittelten Techniken weiter zu üben. Für den ersten Versuch verwendete ich ein vorhandenes Bohrloch. Als es schon rauchte, brach leider ein Stück aus dem Bohrbrett, so dass die Spindel sich in dem Loch nicht mehr halten konnte. Also habe ich ein neues Bohrloch gemacht. Als Zundernest habe ich trockenes Gras verwendet, das schon ewig bei mir rumliegt und absolut trocken war. Daraus habe ich ein recht festes, dichtes Zundernest gemacht. In die Mitte habe ich trockene Distelsamen gelegt und festgedrückt. Ich wollte ja nicht, das mir die Glut wieder auseinanderbricht, wie das letzte Mal. So aber hatte die Glut ein trockenes dichtes Bett. Und dann wurde es spannend. Ich setze an und die Spindel lief super. Ohne großen Widerstand oder Ruckeln drehte sich die Spindel. Nach wenigen Augenblicken rauchte es und ich konnte sehen, wie sich der Bohrstaub auftürmte. Dann dachte ich, jetzt gilt es und wurde schneller. Der Rauch wurde mehr und ich zählte von 10 rückwärts. Ich stoppte und nahm vorsichtig das Bohrbrett weg. An Bilder dachte ich in dem Moment nicht, sondern nur: „Das Zundernest muss her.“ Als ich das Brettchen mit dem Bohrstaub darauf anhob, passierte es. In meiner Nervosität zitterte ich einen Moment und der Bohrstaub brach auseinander. Glücklicherweise blieb ein Teil mit etwas Glut zusammen. Ich legte es langsam und unter dem Zwang, nicht nochmal zu zittern oder sonst was Blödes zu machen, in das Zundernest. Nach ein wenig Pusten sah ich, wie die Distelsamen die Glut annahmen und selber zu glühen anfingen. Ich schloss das Nest und pustete weiter Luft hinein. Ich konnte sehen wie das trockene Gras glühte und immer mehr Rauch aus dem Zundernest kam. Der leichte Wind unterstützte mich und plötzlich stießen die ersten Flammen aus dem Nest. Ein Wahnsinns-Gefühl. Leider war um mich herum alles nass und ich hatte auch kein trockenes Holz dabei. Aber ich war ja auch nicht wirklich mit der Absicht eines länger dauernden Lagerfeuers draußen. Ich wollte nur die Flamme sehen. Und das hat geklappt. Es war ein tolles Gefühl.

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Parque Natural de Sintra-Cascais

Der Naturpark verläuft über 30 km entlang der Küste im Westen von Lissabon. Darin befindet sich die riesige Burgruine der Mauren in Sintra inmitten der Felsen, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Und entlang der Küste haben wir auch die Strände um Guincho mit steil abfallenden Klippen und gut geschützten Dünen im Hintergrund besucht.

Stonehenge von Portugal

In der Nähe von Évora liegt der sogenannte Cromlech von Almendres, der ein doppeltes, ost-west gerichtetes Steinoval in Form einer Acht darstellt und aus 90 tonnenartigen Menhiren besteht. Ähnlich zu dem weltberühmten Stonehenge ist dies der bedeutendste Cromlech Portugals und sogar noch älter als Stonehenge selbst. Er besteht aus verschiedenen Gesteinsarten, die vor Ort nicht vorkommen und ihre Form der Verwitterung verdanken.
Wir haben das über 7000 Jahre alte Natur-Monument aus dem Neolithikum besucht, das wunderschön in einem Korkbaum-Wald eingebettet liegt.

Am Fluß – Rio Guadiana


Vor langer Zeit bauten die Mauren in Mertola eine Burg, bis vor einigen Jahrzehnten gab es noch ein Dampfschiff Richtung Küste.

Heute können die Kinder bei Ebbe Burgen aus Sand am Ufer des Flusses Guadiana bauen und statt der Schiffe gibt es Kayaks und kleine Boote. Der Fluß fließt so ruhig, daß auch Kinder leicht mitpaddeln können.

Im Wasser schwimmen Fische, am Ufer leben Wasservögel. Auch Schildkröten und Echsen kann man entdecken.