Feuerbohren. Es hat funktioniert

Am 6. Mai traf ich mich mit naturpfad, um in die Technik des Feuerbohrens eingeweiht zu werden. Den Nachmittag verbrachten wir damit, das Feuerbohrset zusammenzustellen, Materialien zu besprechen und vor allem die richtige Technik zu üben. Dabei wurden mir wertvolle Tipps vermittelt. Ich wäre beispielsweise nie auf die Idee gekommen, Gras als Schmiermittel zwischen Spindel und Druckstück einzusetzen.

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Leider klappte es an diesem Nachmittag nicht mit dem eigenem Feuer. Entweder entstand keine Glut oder sie fiel mir beim Umsetzen in das Zundernest auseinander. Es war immer haarscharf vor der Flamme. Trotzdem fuhr ich am Abend mit eigenem Bohrset aus Schnur, Spindel, Bohrbrett und Druckstück sowie wertvollen Tipps und Kniffen nach Hause. Zwei Wochen später fand ich die Zeit, an einer lokalen Feuerstelle die vermittelten Techniken weiter zu üben. Für den ersten Versuch verwendete ich ein vorhandenes Bohrloch. Als es schon rauchte, brach leider ein Stück aus dem Bohrbrett, so dass die Spindel sich in dem Loch nicht mehr halten konnte. Also habe ich ein neues Bohrloch gemacht. Als Zundernest habe ich trockenes Gras verwendet, das schon ewig bei mir rumliegt und absolut trocken war. Daraus habe ich ein recht festes, dichtes Zundernest gemacht. In die Mitte habe ich trockene Distelsamen gelegt und festgedrückt. Ich wollte ja nicht, das mir die Glut wieder auseinanderbricht, wie das letzte Mal. So aber hatte die Glut ein trockenes dichtes Bett. Und dann wurde es spannend. Ich setze an und die Spindel lief super. Ohne großen Widerstand oder Ruckeln drehte sich die Spindel. Nach wenigen Augenblicken rauchte es und ich konnte sehen, wie sich der Bohrstaub auftürmte. Dann dachte ich, jetzt gilt es und wurde schneller. Der Rauch wurde mehr und ich zählte von 10 rückwärts. Ich stoppte und nahm vorsichtig das Bohrbrett weg. An Bilder dachte ich in dem Moment nicht, sondern nur: „Das Zundernest muss her.“ Als ich das Brettchen mit dem Bohrstaub darauf anhob, passierte es. In meiner Nervosität zitterte ich einen Moment und der Bohrstaub brach auseinander. Glücklicherweise blieb ein Teil mit etwas Glut zusammen. Ich legte es langsam und unter dem Zwang, nicht nochmal zu zittern oder sonst was Blödes zu machen, in das Zundernest. Nach ein wenig Pusten sah ich, wie die Distelsamen die Glut annahmen und selber zu glühen anfingen. Ich schloss das Nest und pustete weiter Luft hinein. Ich konnte sehen wie das trockene Gras glühte und immer mehr Rauch aus dem Zundernest kam. Der leichte Wind unterstützte mich und plötzlich stießen die ersten Flammen aus dem Nest. Ein Wahnsinns-Gefühl. Leider war um mich herum alles nass und ich hatte auch kein trockenes Holz dabei. Aber ich war ja auch nicht wirklich mit der Absicht eines länger dauernden Lagerfeuers draußen. Ich wollte nur die Flamme sehen. Und das hat geklappt. Es war ein tolles Gefühl.

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Trinkwasser aus der Natur

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April 2015: Wir verbringen ein paar Tage in der Wüste Wadi Rum in unserem Urlaub in Jordanien. Die Stein- und Felswüste liegt im Südosten des Landes – geradewegs Richtung Saudi-Arabien. Wir haben einige Vorräte dabei, schließlich sind wir mit Kindern unterwegs, und achten vor allem darauf, nochmals einige Wasserflaschen zusätzlich einzukaufen, bevor wir in die Wüste starten. Wir bleiben insgesamt drei Tage dort und haben beim Start ca. 8 Liter Trinkwasser dabei, außerdem können wir noch ein, zwei PET-Wasserflaschen bei Beduinen im Camp kaufen.
Unser Wüsten-Trek inklusive Kamelreiten und Schluchtenwandern zwischen Felsen und Sanddünen wird wundervoll, mit bleibenden Eindrücken – auch die Nächte im Beduinen-Camp!
Mit unseren Aktivitäten gehen allerdings auch unsere Wasservorräte zuneige, sodass ich am Nachmittag des zweiten Tages beginne, Wasser aus dem offenen Wassercontainer abzufüllen, der in der Nähe des Camps etwas weiter oben steht. Das Wasser sieht prinzipiell klar aus. Ich nehme an, dass es Regenwasser vom letzten Winter ist und schon eine Weile im Container steht. Da es keine sichtbare Trübung oder Färbung hat, habe ich beschlossen, dass ich es trinken werde, um unsere Trinkwasser-Vorräte zugunsten der Kinder zu schonen. Aber nicht bevor ich es mithilfe von SODIS, also dem natürlichen UV-Licht der Sonne, behandelt habe! Das erscheint mir die einzige und (leicht) machbare Aufbereitungsmethode vorort in der Wüste für uns zu sein.

Ich fülle daher etwa je einen Liter in eine 1.5l-PET-Flasche, die von außen völlig unbeschadet ist und von der ich alle Aufkleber entfernt habe. Die Flasche schüttle ich noch kräftig und lege sie dann für ca. 6 Stunden in die pralle Sonne. Zwischendurch schüttle ich sie immer mal wieder durch. Und danach trinke ich es – ohne Probleme.

SODIS-Wueste

März 2017: Ich freue mich auf ein Seminar, oder besser Fachkurs, bei dem es um die Trinkwasseraufbereitung auf Reisen oder Expeditionen geht. Seit der Begebenheit in Jordanien habe ich noch ein paar Sachen bzgl. Trinkwasser hinzugelernt, allerdings nur theoretisch. Daher freue ich mich, nun mein Wissen anzuwenden bzw. zu erweitern bei einem entsprechenden Training draußen.

Klar ist: Ausreichend Wasser ist Voraussetzung für einen gut funktionierenden Körper. Aber es ist allzu oft mit Keimen und anderen Organismen durchsetzt. Durch den Menschen kommen noch Chemikalien und Abfälle hinzu. Also obwohl die Wasserqualität in Deutschland mittlerweile wieder recht gut ist, kann man, was Trinkwasser aus der Natur angeht, (zunächst) Fehlanzeige erleben. Daher geht es in unserem Kurs nach der Einleitung und der Thematik, was überhaupt Trinkwasser ist und was auch darin sein kann, zunächst ans Bestimmen verschiedener Wasserproben aus der Natur.

Wir schauen uns Teichwasser und Feldgrabenwasser an. Und riechen an Wasser mit richtig viel Dreck oder Wasser, in dem Tierreste (ein Fuchspfote) vorhanden sind. Die Frage dabei ist: Würde ich das Wasser trinken? Oder welche möglichen Schadstoffe könnten darin sein? – Gar nicht so leicht…

Danach gilt es, zunächst den gröbsten Dreck und Schwebstoffe irgendwie aus dem Wasser zu bekommen. Wir  experimentieren mit natürlichen Materialien, um einen Sediment-Wasserfilter zu improvisieren und können ganz passable Ergebnisse vorweisen. Überhaupt ist das „Experimentieren“ in dem Kurs das, was am meisten Spaß macht! Ausprobieren, Bauen, Improvisieren und irgendwie zu etwas Trinkwasser kommen, das macht Spaß und „trainiert“ für den Ernst- oder Reisefall.

Auch das Entsalzen von Meerwasser üben wir, um mit verschiedenen Materialien eine improvisierte Destille bauen zu können und so wenigsten ein Schnapsglas Trinkwasser aus Meerwasser zu bekommen. Ein paar Eindrücke von den erfinderischen und improvisierten Destillationen könnt ihr unten begutachten. Wir waren selbst erstaunt, was man alles mit ein paar Tüten oder einer Rettungsdecke bauen kann!

Wer Lust bekommen hat, das ganze selbst auszuprobieren, oder wer lernen will, wie und wo man Trinkwasser aus der Natur herbekommt, kann sich hier weiter informieren.

Auf Schnee fahren und Eis laufen

Die eisigen Temperaturen hatten unsere Gegend die letzten Tage weiterhin im Griff. Und wir hatten allen Grund nach Draußen zu gehen und die verschiedenen Formen des gefrorenen Nass wieder zu erleben.

An dieser Stelle dazu einige Winter-Impressionen aus dem Naturpark Odenwald und dem Neckartal.

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Sonnenuntergang über der Rodelpiste mit Blick auf den Melibokus

Und auf der Rodelpiste an der Kuralpe – mit Pause in der Sonne für die Kleinen.

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Der Neckar mit Eis und Blick auf den Königsstuhl mit Schnee

Eislaufen auf dem gefrorenen See inklusive Insel-Besichtigung in der Mitte, wo man sonst nie hinkommt…

In den Schnee… und endlich auf die Rodelpiste

Wir waren am Wochenende wieder mehrmals im Odenwald Schlitten fahren. Das macht den Kindern natürlich viel Spaß. Und aufgrund der teilweise vereisten Pisten ist das Rodeln dort zurzeit eine kleine Herausforderung. Schnell werden ist kein Problem – selbst der
Ungeübte nimmt schnell an Fahrt auf. Das große Problem kommt am Ende – das Bremsen!

Anbei sind einige Impressionen von uns aus dem Schnee! Und alles Gute für das Jahr 2017 wünscht Euch naturpfad!

Was du draußen alles brauchen kannst?

Wir waren am Wochenende mit den Kindern draußen und haben gepicknickt. Allerdings war es sehr frisch draußen und vorher hat es noch geregnet. Da war es ganz natürlich, ein (kleines) Feuer zu machen, um es zum einen als Wärmequelle zu verwenden. – Und zum anderen darauf ein paar Würstchen zu braten und Brötchen zu backen.
Für die Kinder ist das das Wichtigste, besonders wenn draußen die Temperaturen in den einstelligen Bereich gehen.

Für so ein zweistündiges Picknick in der Natur braucht man nicht viele Utensilien. Ein Messer und eine Säge, um Holz zu machen. Eine (isolierende) Unterlage, um sich setzen zu können. Wasser aus der Flasche zum Teekochen. Und noch ein feuerfestes Gefäß oder Feuerkorb bzw. -schale, um darin ein kleines Lagerfeuer zu entzünden. Mehr nicht!

Bei uns sah das am vergangenen Samstag so aus:

Als Feuerkorb benutzten wir eine neue Bushbox XL, die wie ein Hobo-Ofen zum Feuermachen dient. Darauf kann man auch wunderbar grillen.

Wer an mehr Utensilien und deren Verwendung fürs Draußensein oder Bushcraften in der Natur interessiert ist, kann hier einen aktuellen Blog-Artikel von Paul Kirtley – einem sehr erfahrenen Outdoor-Trainer – lesen.

Drachensteigen lassen – bei Wind und Wetter

Wir haben heute am Feiertag das teilweise windige Wetter genutzt, um unsere Drachen steigen zu lassen. Ein bisschen mehr Übung hätte nicht geschadet. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht!


Hier ein kurzer Video-Mitschnitt.

Do-it-yourself Angeln und Fischen

Wie improvisiert man sich eine Angel oder wie fängt man eigentlich am einfachsten einen Fisch, wenn man draußen ist? Welche Hilfsmittel kann man sich selbst bauen und was – sprich welchen Fisch – fängt man wo am besten?
Um es gleich vorwegzunehmen: In Deutschland ist das Angeln und Fischen nur mit Fischereischein und entsprechender Gewässer-Erlaubnis legal. Trotzdem wollte ich die Basics des Fischfangs für den „Survival“-Fall lernen. Denn einen Fisch zu fangen, kann eine sehr einfache Methode sein, um im Notfall an (tierische) Nahrung zu gelangen.

Das Survival-Fischen habe ich nun am letzten Wochenende bei der Wildnisschule saarvival.de lernen und vorort ausprobieren können – ganz legal. Wir  haben uns eine Angel improvisiert, inklusive Posenmontage mit selbst geschnitzten Schwimmer. Und haben uns nach ein paar Zügen von Fisch- und Biotop-Kunde ans improvisierte Friedfisch-Angeln gemacht.
Das hat wirklich viel Spaß bereitet und ich habe immerhin drei Weißfische gefangen! Dazu unten einige Impressionen. Petri Heil!

Wer mehr darüber wissen möchte, kann auch hier nachschauen.